Elektromobilität im Baugewerbe
Elektromobilität gewinnt im Bauwesen zunehmend an Bedeutung. In Deutschland wird zwar noch ein Großteil der Maschinen dieselbetrieben, aber das Angebot an elektrischen Maschinen wächst. Dabei spielt vor allem die Elektrifizierung bei kleinen, kompakten Fahrzeugen eine Rolle, deren Ladezeiten über Nacht, bzw. in den Pausen erfolgen kann.
Da das Bauwesen ein sehr energieintensiver Sektor ist, sind die Chancen und Herausforderungen der Elektrifizierung groß:
- Geringere Lärm- und Abgasemissionen: besonders auf innerstädtischen Baustellen ein wichtiger Faktor
- Reduktion von Treibhausemissionen bei Ergänzung der Stromversorgung durch erneuerbare Energien, wie z.B.: Photovoltaik
- Mangel an mobilen Lademöglichkeiten zum Einsatz auf der Baustelle
- Technische Grenzen: Die Batteriekapazität sowie die Nutzlast oftmals geringer als bei herkömmlichen Maschinen.
- Verfügbarkeit von Netzkapazitäten auf Baustellen
Prognose
Elektrische Baumaschinen befinden sich also noch in einer frühen Marktphase. Derzeit ist laut VDMA in den nächsten 10 bis 20 Jahren mit einer Marktdurchdringung zu rechnen. Für das Jahr 2030 wird ein Anteil von 70 % Verbrennungsmotoren, 15 % Hybriden und 15 % batterieelektrischen Antrieben prognostiziert.
Fahrzeugübersicht
Der Markt für Elektrofahrzeuge im Bauwesen wächst konstant:
• Volvo: z. B. Radlader L120 Electric
Raupenbagger EC230
• Liebherr: z. B. Liebherr R 9200
LH 40 C Industry E Litronic
Laden von Baufahrzeugen
Typische Ladeszenarien sind das AC- Laden über Nacht im Depot sowie das DC-Laden während der Arbeitspausen. Vor allem mobile Ladelösungen werden zunehmend an Bedeutung gewinnen – direkt auf der Baustelle und in Kombination mit mobilen Batteriespeichern. Lösungen zum mobilen Laden bietet z. B. Volvo an:
- Mobiles Ladegerät PU500 mit einer Speicherkapazität von 540 kWh
- Mobiles tragbares Ladegerät PU40 mit einer Speicherkapazität von 40 kWh
