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Elektromoblilität in der Logistik

Arbeiter steckt Ladestecker HPC in Steckdose eines Elektro-Lkw

Wie auch bei elektrischen Pkw bietet es sich bei batterieelektrischen Nutzfahrzeugen an, diese in Standzeiten zu laden. Im Güterverkehr sind neben dem eigenen Depot auch öffentlich zugängliche Ladeorte oder Umschlagpunkte mögliche Standorte, an denen das Laden der Akkus stattfinden kann. Je nach Verweildauer und benötigter Reichweite sollte die Ladeleistung den Bedarfen angepasst werden. Insbesondere im Bereich des Fernverkehrs spielt das Zwischenladen an öffentlichen Ladepunkten eine wichtige Rolle. Dort wird typischerweise eine höhere Ladeleistung benötigt, um unnötige Wartezeiten zu vermeiden, die nicht in die gesetzlich vorgeschriebenen Ruhepausen der Fahrerinnen und Fahrer fallen. 

Für das schnelle Laden wurde ein neuer Steckerstandard entwickelt, auf den sich verschiedene Fahrzeughersteller geeinigt haben. Dieser sogenannte MCS (Megawatt Charging System) ermöglicht noch höhere Ladeleistungen als der "klassische" Schnellladestandard CCS. Das MCS bietet eine Leistung von weit mehr als einem Megawatt und wird 2024 auf den Markt kommen.

Lkw-Schnellladenetz

Karte des Lkw-Schnellladennetzes

Das BMV hat in Zusammenarbeit mit der Autobahn GmbH des Bundes sowie der Nationalen Leitstelle Ladeinfrastruktur ein Lkw-Schnellladekonzept entwickelt. Mit dem Lkw-Schnellladenetz soll ein Schnellladenetz entlang der Bundesautobahnen an ca. 220 bewirtschafteten sowie ca. 130 unbewirtschafteten Standorten entstehen. Das Projektexpose zur Ausschreibung eines LKW-Schnellladenetzes an unbewirtschafteten Rastanlagen gibt einen genaueren Einblick.

  1. eliso Voltix Truck Charging GmbH (25 Rastanlagen)
  2. autostrom.plus GmbH (24 Rastanlagen)
  3. Electric Mobility Infrastructure Deutschland GmbH / ENGIE Vianeo (26 Rastanalgen)
  4. Bietergemeinschaft STRA-loaded (25 Rastanlagen)
  5. Bietergemeinschaft E.ON Drive & mblty (24 Rastanlagen)


Für Schleswig-Holstein sind 17 Standorte mit in Summe rd. 94,6 MW eingeplant, davon 11 bewirtschaftete und 6 unbewirtschaftete Rastplätze an Autobahnen. Hinsichtlich der Dimensionierung der Ladepunkte sind 1.800 MCS- und 2.400 CCS-Ladepunkte geplant.

Eine Liste der Standorte ist unter Standortliste_Lkw-Ladenetz_Netzbetreiber.pdf einzusehen. Den jeweils aktuellen Stand an öffentlich zugänglichen Lkw-Ladepunkten stellt das Lkw-LadeinfrastrukturMONITORING (Microsoft Power BI) dar. 

Weiterführende Informationen zum Lkw-Schnelladenetz und zum Thema Ladeinfrastruktur für Nutzfahrzeuge finden Sie hier: Lkw-Ladeinfrastruktur in Deutschland.

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