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Elektromobilität in der Forschung

Im echten Norden arbeiten zahlreiche Wissenschaftler und Forschungseinrichtungen intensiv daran, die Elektromobilität als Verkehrsträger der Zukunft noch effizienter zu machen. Neben dem Fraunhofer Institut für Siliziumtechnologie (ISIT) in Itzehoe mit Arbeitsschwerpunkten in den Bereichen Mikroelektronik, Mikrosystemtechnik und Batteriespeicher sind dabei auch spezialisierte Arbeitsgruppen an den Hochschulen in Flensburg, Heide, Kiel und Lübeck sehr aktiv – z. B. das „Kompetenzzentrum Elektromobilität Schleswig-Holstein“ aus Kiel.

Eine weitergehende Übersicht zu einzelnen Kompetenzfeldern der Energieforschung in Schleswig-Holstein wurde 2018 von der EKSH erstellt.

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Quelle: eHighway SH

Forschungsprojekte 


eHighway

Mit dem „Feldversuch eHighway auf der BAB 1 in Schleswig-Holstein“ (FESH) wird auf einer zwei mal fünf Kilometer langen Teststrecke an der Bundesautobahn 1 untersucht, welche Potenziale in der Energieversorgung schwerer Nutzfahrzeuge über ein Oberleitungssystem stecken. Über die dort eigens errichtete Oberleitungsanlage sollen die Fahrzeuge annähernd verlustfrei sowohl mit Energie für die Traktion als auch mit Ladestrom aus Erneuerbaren Energiequellen versorgt werden. Das Projekt wird im Rahmen des Programms „Erneuerbar mobil“ des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) gefördert.

www.ehighway-sh.de 

 

KielFlex

Das Projekt „Kiel als Vorbild für die Errichtung von Ladeinfrastruktur in einem flexiblen Stromnetz zur Umsetzung einer Emissionsreduktion im Transportsektor“ (KielFlex) soll Lösungsansätze entwickeln, um verkehrsbedingte Emissionen zu reduzieren – insbesondere Stickoxide. Dafür verwandelt ein Konsortium bestehend aus ABB AG Mannheim, Fraunhofer-Institut IFF Magdeburg, Kieler Universität, Kieler Verkehrsgesellschaft, Seehafen Kiel, Landeshauptstadt Kiel, Stadtwerke Kiel AG und SWKiel Netz GmbH die Landeshauptstadt in ein Labor. Mit dem Fokus auf Individualverkehr und ÖPNV werden auf Basis der aktuellen elektrischen Infrastruktur Maßnahmen zur weiteren Elektrifizierung entwickelt, umgesetzt und evaluiert. 

www.kielflex.de 

 

DOING eBUS

Das Forschungsprojekt “Datenbasierte Optimierungsnetzwerke für die intelligente Nutzung elektrisch betriebener Busse” (DOING eBUS) entwickelt Strategien für eine erfolgreiche Umstellung der Verkehrsbetriebe in Schleswig-Holstein auf elektrische Antriebe. Dazu werden Daten des öffentlichen Nahverkehrs und der Energieversorger für Erneuerbare Energien gesammelt und ausgewertet. Auf Basis dieser Daten erarbeiten die Forscher dann Empfehlungen zur Betriebsoptimierung der Öffentlichen Nahverkehrsbetriebe und zu Ein- und Rückspeisestrategien Erneuerbarer Energien auf Seiten der Netzbetreiber. 

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NUR.E

Die Elektrifizierung von Busflotten im ÖPNV Schleswig-Holsteins ist ein wichtiger Baustein für die Umsetzung klima- und energiepolitischer Ziele. Die erfolgreiche Umstellung auf Elektrobusse hängt maßgeblich davon ab, wie viele der üblichen Tageseinsätze eines Linienbusses mit der aktuellen Batterietechnologie und der verfügbaren Reichweite abgedeckt werden können. Ziel des Projekts „Nutzerzentriertes Reichweitenmanagement Elektrobusse“ (NuR.E) ist die Entwicklung eines nutzerzentrierten Systems, das die Fahrerinnen und Fahrer, sowie die Disponentinnen und Disponenten im Reichweitenmanagement effektiv unterstützt.

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Quelle: ReNUBil

ReNuBiL

Im Projekt „Reallabor Nutzerzentriertes Bidirektionales Laden“ (ReNuBiL) der Universität zu Lübeck soll ein neuartiges System zum intelligenten Laden von Elektroautos in Schleswig-Holstein entwickelt werden. Die Vision: Elektrofahrzeug-Flotten sollen nicht nur mit überschüssigem Windstrom betankt werden, sondern ihren Strom auch wieder in lokale Firmennetze abgeben können. Anhand einer Forschungsinfrastruktur aus zwei E-Fahrzeugen, Ladesäulen und Batteriespeicher sowie entsprechender Software soll dieser Ansatz auf dem Lübecker Campus getestet und optimiert werden. 

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Quelle: ISeeElectric / GreenTec Campus

PilUDE

Als wirtschaftliche und ökologische Alternative zum Ersatz werthaltiger Dieselfahrzeuge durch kostenintensive neue Elektrobusse werden beim Demonstrationsvorhaben „Pilot zur Umrüstung von Dieselbussen auf Elektroantrieb“ (PilUDE) zwei Dieselbusse auf einen batterieelektrischen Antrieb umgerüstet. Mit Hilfe der beiden Pilotfahrzeuge soll die Umrüstung dann als Produkt auf dem ÖPNV-Markt angeboten werden. Die Kosten für die Umrüstung sollen perspektivisch 50% eines Neufahrzeuges betragen. Verbundpartner sind die I SEE Electric Busses GmbH, die Autokraft GmbH, sowie die GreenTEC-Campus GmbH als Verbundkoordinator.

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Qielle: NAF-Bus

NAF-Bus

Das Projekt „Nachfragegesteuerter Autonom fahrender Bus“ (NAF-Bus) soll neue Erkenntnisse zu Nutzererfahrung und -verhalten in autonomen Fahrzeugen gewinnen. In verschiedenen Testszenarien auf dem privaten Gelände des Schleswig-Holsteinischen GreenTEC-Campus in Enge-Sande sowie im Pendlerverkehr auf öffentlichen Straßen im ländlichen Raum im Kreis Dithmarschen und auf öffentlichen Straßen auf der Nordseeinsel Sylt sollen der Nutzen und die Auswirkungen autonomer elektrischer Fahrzeuge im ÖPNV entwickelt, erprobt und demonstriert werden. Der erste NAF-Bus fährt in Enge-Sande auf dem GreenTEC Campus, der zweite in Keitum auf Sylt, ein dritter wird in Lunden/Lehe fahren. NAF-Bus ist eines von 24 Projekten zur Zukunft des vernetzten autonomen Fahrens in Deutschland, die vom BMVI gefördert werden.

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NAF Bus

Forschungsnetzwerke

ZIM-Innovationsnetzwerk - SKAEN

Das Kooperationsnetzwerk will das technologische Know-how hochspezialisierter kleiner und mittelständischer Unternehmen zur Anwendungen bei automatisierten und elektrischen Nutzfahrzeugen verfügbar machen – u. a. für Busse, LKW, Transporter, Baustellenfahrzeuge und Spezialfahrzeuge wie Mülltransporter. Das Netzwerk unterstützt Mitgliedsunternehmen bei der Konzeption von Forschungs- und Entwicklungsvorhaben, fördert den wechselseitigen Austausch von Anwendungs- und technologischem Wissen und beschäftigt sich mit konkreten Fragestellungen, die bisher noch nicht technisch gelöst sind – wie Sensortechnologie für anspruchsvolle Umgebungen, Elektromagnetische Verträglichkeit und Störungsfreiheit von Kommunikationselementen oder Energiemanagement für spezielle Arbeitsprofile. 

www.skaen.de 

Förderung

Welche Förderungen gibt es? 

Im Bereich der Elektromobilität gibt es verschiedene staatliche Fördermöglichkeiten. Neben der Förderung beispielsweise des Kaufs von Elektrofahrzeugen oder der Investition in Infrastruktur, wird auch die Forschung im Bereich der Elektromobilität gefördert.
Die Fördermöglichkeiten unterscheiden sich generell hinsichtlich ihres Förderschwerpunktes und hinsichtlich des Fördergebers. So gibt es Programme, die bundesweit gelten und andere Programme, die nur in dem jeweiligen Bundesland, in einzelnen Regionen oder Kommunen beantragt werden können.
Im Bereich der Forschungsförderung gibt es auf Bundesebene vielseitige Möglichkeiten. Beispielsweise sind hier das Förderprogramm „Erneuerbar Mobil“ des Bundesumweltministeriums (BMU), das „Sofortprogramm Saubere Luft“ des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWI), in Kooperation mit dem Bundesverkehrsministerium (BMVI) und dem BMU oder die Förderrichtlinie mit dem Förderschwerpunkt Forschung und Entwicklung des BMVI zu nennen.

Zu den Förderprogrammen

 

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